Überblick der Referenten & Downloads


Ravi Sharma (Netzwerkevent, 13.09.2018, Baden)
Clinical Lead (Clinical Pharmacy) and Senior Clinical Pharmacist (Prescriber) bei NHS England
Um das Bedürfnis der künftigen Patientengeneration zu decken, arbeitet die NHS seit 2014 an den drei für sie wichtigsten Themen: Vorsorge, neue Modelle von Pflege und Unterstüzung sowie Effizienz und Investment. Die NHS integriert dafür die Rolle der Apotheken in ein breit aufgestelltes Gesundheitssystem, indem Apotheken Teil eines multidisziplinären Teams werden und zum einerseits eng mit Ärzten und Krankenschwestern zusammenarbeiten, andererseit aber auch in Altersheimen und Notfallzentren integriert werden. In England werden bis 2020 rund 150 Mio £ in die strukturellen Veränderungen der Gesundheitsversorgung investiert, sei es in Aus- und Weiterbildung, geeignete IT, neue vertragliche Vereinbarungen in der Gesundheitsversorgung und neue Prozesse.
Die Integration und der erfolgreiche Aufbau dieser multidisziplinären Teams werden der Schlüssel zur Nachhaltigkeit sein. Der Beruf des Apothekers wird sich ändern hin zu einer aktiven Rolle der Beratung und Behandlung sowie Begleitung der Patienten in Zusammenarbeit mit Ärzten und Spitälern. Damit das gelingt, muss auch die Aus- und Weiterbildung der Apotheker überdacht und erweitert werden. Erste Erfolge im NHS zeigen bereits, dass die öffentliche Wahrnehmung der Apotheken in den letzten 3 Jahren immens gestiegen ist.
Präsentation herunterladen: Ravi Sharma – Unlocking the potential of pharmacy

Peter Wiedl (Netzwerkevent, 13.09.2018, Baden)
CEO der Waypoint Business Navigation
Jeder wünscht sich im Alter selbstbestimmtes Leben, dabei müssen aber auch die Kosten dafür im Auge behalten werden. VIVAI bietet mit SMART SERVICE POWER eine technische Assistenz und Optionen für ältere Menschen an, um weiterhin selbstbestimmt in der eigenen Wohnung zu bleiben. In erster Linie steht die Sicherheit der Senioren im Fokus, nämlich die unmittelbare Sturzerkennung und Überwachung der Vitalzeichen, aber auch die Begleitung in der Einnahme von Medikamenten. Bisher läuft ein vielversprechendes Pilotprojekt mit der Stadt Dortmund, das auch von der EU gefördert wird. Go-Live ist für 2020 in Deutschland geplant. Die massiv steigenden Kosten im Alter können durch Smart Service Power signifikant reduziert werden. (Pflegeheimkosten sind ca. CHF 90‘000/Jahr, demgegenüber sind die Kosten für Smart Service Power ca. CHF 20‘000/Jahr).
Die Herausforderungen sind, dass die technische Assistenz weltweit noch wenig Lobby hat und dass das Stakeholder-Management, also das Zusammenspiel verschiedenster Player, hohe Anforderungen an das Projekt stellen.
Präsentation herunterladen:  Peter Wiedl – Selbstbestimmtes Leben im Alter

Dr. Philipp Wustrow (Netzwerkevent, 13.09.2018, Baden)
Mitbegründer und Partner von OnlineDoctor
Der OnlineDoctor bietet eine einfache und professionelle Online-Beurteilung von Hautproblemen innert weniger Stunden durch Dermatologen. Die Authentifizierung ist sicher und einfach. Bei einem kritischen Befund kann der Nutzer umgehend einen Termin mit dem von ihm ausgewählten Dermatologen vereinbaren. Die App kann auch von Apotheken oder Spitäler ohne eigene Dermatologen im Auftrag von Patienten genutzt werden und trägt zur neuen Grundversorgung bei: ortsunabhängig und einfach erreichbar auch für ältere Menschen, signifikante Kosteneinsparung, Entlastung von Ärzten und Administration. Heute sind bereits über 60 Dermatologen auf der Plattform erreichbar, in 2018 sind bereits 2000 Fälle bearbeitet worden, und 8 Kliniken/Spitäler nutzen bereits die Plattform. Das Credo von OnlineDoctor ist die qualitiativ hochwertige und bedürfnisgerechte Grundversorgung sowie ein einfacher und unkomplizierter Zugang zu den Fachärzten.
“Es ist ein grosser Mehrwert die Sichten aus all den verschiedenen Perspektiven der Stakeholder zu sehen. Genau so können verschiedene Bedürfnisse in Einklang gebracht werden und das ist wunderbar möglich an diesem Anlass. Dass wir hier die eigene Plattform präsentieren können und neue Türen geöffnet bekommen, stellt ebenso einen Mehrwert dar. Ein Event, der sehr gut passt!„
Präsentation herunterladen: Philipp Wustrow  – OnlineDoctor

Silke Schmitt Oggier (Netzwerkevent, 13.09.2018, Baden)
Medizinische Leiterin Santé 24
Schmitt Oggier stellt eine neue Gesundheitsapp vor – die Benecura App mit verschiedenen Funktionen, die Patienten – zumindest am Anfang – mehr Eigenverantwortung gibt. Sie wurde im Mai lanciert, und bereits 2000 Beratungen wurden damit durchgeführt. Die App bietet „digitale“ medizinische Hilfe, zumindest im Anfangsstadium. Man kann sich informieren zu Medikamenten und erste Informationen zu Symptomen erhalten. Der Nutzer kann seine Beschwerden über einen digitalen Avatar erfassen oder über eine Liste allgemeiner Beschwerden auswählen und eine Behandlungsempfehlung erhalten. Die Daten bleiben auf der App, der Nutzer kann sie aber mit einem Leistungserbringer teilen. Die App führt den Nutzer mittels Fragen, die beantwortet werden müssen, einfach und intuitiv zur Diagnose. Zur Diagnose werden verschiedene Empfehlungen ausgesprochen wie Selbstbehandlung oder auch das Aufsuchen eines Arztes, einer Apotheke oder eines Therapeuten.
Seit Jahren ein guter Event – Ideen können aufgenommen und weitergetragen werden. Durch die offenen Gespräche kann und soll Skepsis minimiert werden. Es können Kooperationen zwischen allen Leistungserbringern stattfinden und mein Anliegen der «Multiple Entries» und der einheitlichen Sprache zum Patienten kann heute nochmals gut transportiert werden„
Präsentation herunterladen: Silke Schmitt Oggier – Gesundheit als digitaler Service im Patientenland

PODIUMSDISKUSSION

Technologie soll künftig noch mehr genutzt werden, um Krankheitserkennung kosteneffizienter und einfacher für den Patienten zu gestalten, damit sich künftig z.B. Arztbesuche und Wartezeiten auf ein Minimum reduzieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist es, Patienten oder älteren Menschen Technologie einfach nutzbar zu machen und Kosten im Gesundheitswesen allgemein zu reduzieren. Es ist hierbei sehr wichtig, dass alle technologischen Angebote mit dem geplanten elektronischen Patientendossier (EPD) kommunizieren.

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